Klassenfahrten, Ferienfreizeiten, Seminarhaus

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2. Tagebuch Sommer 2011
Tag eins der zweiten Klintfreizeit 2011


Herzlich willkommen liebe Ferienkinder
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ein herzliches Willkommen auch euch lieben Eltern, Verwandten und Interessierten an der diesjährigen Sommerfreizeit, die eure Kinder auf dem Klinthof verbringen. Ich lade euch herzlich ein, uns auf unserer Reise zu begleiten und freue mich sehr darauf, euch von allen möglichen und unmöglichen Schandtaten und Erlebnissen zu erzählen. Also, alles bereit? Super, dann kann es losgehen!

Welch eine Aufregung! Zwei große Busse sammeln insgesamt 58 weltbeste Ferienkinder aus dem ganzen Land Schleswig Holstein ein und landen pünktlich und fast zeitgleich auf dem Klinthof. Die „Taxikinder“ sind auch schon da, so dass wir direkt starten können. Viele, viele neue, aber auch ebenso viele bekannte Gesichter derer, die schon im letzten Jahr dabei waren, treffen hier zusammen. Die Spannung der Vorfreude auf die gemeinsame Woche ist allen – auch uns Beteuerinnen und Betreuern - deutlich anzumerken. Der Wettergott hat sich dankenswerterweise besonnen, dass es sich um eine Sommer- und nicht etwa um eine Herbstfreizeit handelt und uns mit zumindest mildem und trockenem Wetter bedacht, so dass sowohl Begrüßungsrunde als auch das heutige Programm draußen stattfinden können.

Die Zimmeraufteilung klappt schnell und unkompliziert, so dass dann endlich auch die Zimmer bezogen werden können. Ups, und dann ist es leider doch erforderlich, die eine oder andere Träne zu vergießen, wenn man plötzlich feststellt, dass in den hoch im Kurs stehenden oberen Etagen der Betten auch nur für jeweils ein Kind Platz ist. Da helfen nur kreative Ideen: „Die fällt bestimmt von da oben immer runter und dann wachen alle auf, meinst du nicht es ist besser, wenn ich oben schlafe?“ , ja, ja, so rücksichtsvoll können Kinder sein - hätt´ ja klappen können. Aber schlussendlich sind dann doch alle glücklich und zufrieden mit ihren Betten.

Nachdem nun endlich der organisatorische Krimskrams erledigt ist – nee wirklich, Erwachsene können sich aber auch mit so was von unnötigen Dingen beschäftigen – können wir endlich zum ersten Spiel kommen und das führt uns direkt zum Thema der Woche: „Ich bau `ne Stadt für Dich und mich“ . Wie jetzt, wir können uns selbst ´ne Stadt bauen, also so mit allem wie wir uns das vorstellen? Ist ja cool…

Heute starten wir erst mal mit dem Bau einer mittelalterlichen Stadt: 10 Gruppen, jede entwirft sich schnell und kurz entschlossen ein Stadtwappen. Es gibt sechs Stationen an denen man Aufgaben lösen muss um dann die dazu passenden städtebaulich relevanten Gebäude zu erspielen. Da gibt´s ne Stadtmauer, eine Kirche, einen Markt, ein Rathaus, ein Stadttor und enge Straßen und Häuser. Man muss Geldsäcke in´s Rathaus schleppen, in der Kirche singen, sich an der Stadtmauer zur Wehr setzen, auf dem Markt waren schmecken, riechen und tasten, Zunftwappen erkennen und zuordnen, gar nicht so einfach, so eine Stadt zusammen zu kriegen. Die Gruppe, die als erste ihre Stadt zusammen gespielt und bei der Stadtbaumeisterin Oline zum Zusammenfügen abgegeben hat, gewinnt das Spiel und damit den JOKER. Und das lohnt sich immer. JOKER sind nämlich klasse und die ersten Kinder fragten schon beim Aussteigen aus dem Bus, ob es sie in diesem Jahr auch wieder geben würde. JOKER kann man gewinnen, es gibt Gruppenjoker und es gibt Einzeljoker. Man kann sich für einen von drei Umschlägen entscheiden – für Gruppen ist das allein schon eine wahre Herausforderung. Hat man diese Hürde genommen, so wird einem der JOKER vorgelesen, die meisten beginnen mit „Heute ist Euer Glückstag….“ Wessen Glückstag es dann tatsächlich wird, soll sich manches Mal erst später herausstellen….hihi, manchmal ist es auch unser Glückstag!

Okay, den ersten JOKER werdet ihr also morgen erleben….wir dürfen gespannt sein.

Um 21.00 Uhr schlägt dann der Gong zur Abendrunde. Zur Abendrunde treffen wir uns immer alle um noch einmal den Tag gedanklich an uns vorüber ziehen zu lassen, zu sehen, was wir erlebt haben und um uns gemeinsam eine Gute Nacht zu wünschen.

Dann gehen alle auf die Zimmer, wir Betreuerinnen und Betreuer kommen noch auf die Zimmer und lesen euch vor. Ja, ja, so manch einer mag denken, dass sie auf solch „Kinderkram“ gar keine Lust haben, und den einen oder die andere zwingt dann auch die sich langsam ankündigende Pubertät dazu, mal ordentlich rumzutönen, dass das nun wirklich blöde und kindisch sei und ist dann doch der erste, der mit großen Augen gespannt der Geschichte zuhört und sich entrüstet beschwert, wenn nach 30 Minuten für heute Schluss mit Lesen ist.

Unsere Hoffnung, sie wüssten noch, von wann bis wann Nachtruhe ist und vor Allem, was Nachtruhe bedeutet, weicht selbstredend innerhalb kürzester Zeit der Erkenntnis, dass die Kinder unter NACHTRUHE verstehen, die Betreuer ließen sie nachts in Ruhe, damit sie ungestört ihrer Kreativität freien Lauf lassen sich wichtigeren Dingen widmen können als ausgerechnet zu schlafen. Es ist eben alles interpretationsfähig. Schauen wir mal, wie der Rest der Nacht wird. Gute Nacht.

Drei Staedte sind schon fertig.jpg
Herzlich willkommen.jpg
Hier gehts zu den Zimmern.jpg
Pralle Geldsaecke schleppen.jpg
Singen in der Kirche.jpg
So sehen Sieger aus.jpg
Stadttor bauen.jpg
Waren riechen.jpg
Zunftwappen erkennen.jpg
 

 
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